Donnerstag, 10. März 2016

Regional & saisonal zum Winterende - ein paar Praxistips zu "...kohl" und "...rübe"!

Die Solawi Winterlager leeren sich, aber es gibt noch viel Schwarzen Radi, Winterkohlrabi "Superschmelz" und Kohl- und Steckrüben. Wenn Gemüse, das "kohl" oder "rübe" im Namen hat, am Esstisch eine mittlere Meuterei hervorruft, hilft nur eines: kreativ kombinieren. Für Inspiration siehe diese Woche die Rezepte für Schwarzen Rettich

Außerdem kommt (hinter vorgehaltener Hand) das Thema Verdauung häufig zur Sprache, darum hier ein paar Praxistips!

Gewürze

Fenchelsamen: schmeckt leicht lakritzig und lässt sich auch wunderbar kombinieren mit Thymian, Oregano, getrocknetem Basilikum - zusammen mit Sahne und Tomatenmark wird so z.B. das gesamte Rübensortiment mit Pasta zum Gedicht. Weil Fenchel sehr fest ist, sollte er etwas länger kochen - notfalls gesondert mit Wasser für 20 Minuten sieden lassen. Dann dem Gemüse, dass nur kurz gekocht/geschmort wird, beigeben. Funktioniert auch als Notfallhilfe: nach dem Essen einfach einen halben Teelöffel Samen essen - sehr gut kauen! Erfrischt außerdem den Atem.

Kümmel: kennt jeder - lässt sich wunderbar mit der Geschmacksrichtung "sauer" kombinieren. Wer Kümmel nicht mag, greift zu

Kreuzkümmel, auch Cumin genannt. Wird oft auch gemahlen angeboten (Asialaden, türkische + indische Läden). 30 Sekunden leicht anrösten entfaltet sein Aroma, kann dann auch einfach solo in z.B. Krautsalat gegeben werden. In Kombination mit Koriandersamen, Kurkuma, evtl. Zimt geht die Geschmacksrichtung ins indische. Lässt sich aber wie Fenchel auch mit mediterranen Gewürzen gut kombinieren. Mit Ingwer, Zitrone und Soyasauce gehts Richtung Asiaküche.

Schwarzkümmel: Caljoni oder auch Zwiebelsamen genannt (ist es aber nicht). Kennen die meisten vom türkischen Fladenbrot, sieht ähnlich aus wie schwarzer Sesam, ist aber "eckiger". Schmeckt etwas nussig, sollte kurz angeröstet werden fürs volle Aroma. Ein Traum zu süßlichem Geschmack wie Kohlrabi, Steckrüben, Blumenkohl mit Pasta oder Kartoffeln ... zusammen mit Sahne oder Butter. Auch toll zu saurer Sahne. Gibts beim Inder, Asialaden, Türkischem Supermarkt ...

Asafoetida - auch Teufelsdreck genannt - im Asia- oder indischen Laden erhältlich. Man mag es oder man hasst es, es riecht und schmeckt sehr kräftig / knoblauchartig - eine Messerspitze reicht! Wird meist vermischt mit Bockshornklee verkauft und "duftet" selbst in der geschlossenen Packung schon. Vor dem Kauf am besten mal schnuppern. Wird kurz angeröstet und lässt sich mit allen Geschmacksrichtungen gut kombinieren. Es wirkt sehr stark entblähend.

Königskümmel - wird als Ajowan, Ajwan oder Lovage Seeds (Liebstöckl-Samen) angeboten. Sehr aromatisch und geht eindeutig in die Richtung "indisch". Harmoniert gut mit Fenchel. Schmeckt stark vor - vorsichtig dosieren (viertel Teelöffel reicht!)


Und das hilft außerdem bei empfindlicher Verdauung: Trinken eine halbe Stunde vor, während und nach dem Essen lassen, um die Magensäfte nicht zu verdünnen. Kohlensäure meiden - sie treibt. Nach dem Essen Zucker meiden - er befeuert oft die Gärung im Darm. Abends rohes Obst meiden - viele kommen damit besser vor 14°° klar. Gut kauen!




Rezepte für Schwarzen Rettich

Bratlinge aus schwarzem Rettich

Für 4 Portionen
400g Rettich, geraspelt
500 g Kartoffeln, geraspelt
2 mittlere Eier, verquirlt
1 altbackenes Brötchen, in warmes Wasser eingeweicht
nach bedarf Semmelbrösel
1 Bund gehackte Petersilie
Muskat
Salz und Pfeffer
Öl zum Braten

Brötchen ausdrücken und mit Rettich, Kartoffeln, Ei, Petersilie und den Gewürzen vermischen.
Nach Bedarf Semmelbrösel beigeben, so dass ein formbarer Teig entsteht.
Bratlinge bei mittlerer Hitze auf jeder Seite ca. 5 Minuten braten und auf Küchenpapier legen.
Die ersten Bratlinge können bei 50° im Ofen warmgehalten werden, bis alle fertig sind.




Schwarzer Rettich-Karotten Salat

250g schwarzer Rettich, geschält und geraspelt
250g Karotten, geraspelt
150g frische Ananas in Stückchen

Für das Dressing:
100g Frischkäse
2 EL Balsamicoessig
1 EL Olivenöl
4 EL Schnittlauch
Salz und Pfeffer, optional Kräutersalz

Rettich, Karotten, Ananas und das Dressing vermengen und kurz ziehen lassen.




Schwarzer Rettich - (Blut)Orangensalat

2 schwarze Rettiche gerieben
2 filettierte Orangen
2 EL (Sonnenblumen)öl
Saft einer halben Zitrone
Salz und weißer Pfeffer
1 Handvoll gehackte Walnüsse

Alle Zutaten bis auf die Nüsse vermengen und zwei Stunden im Kühlschrank ziehen lassen.
Mit Walnüssen bestreuen und servieren.




Schwarzer Rettich Salat auf Rote Beete Carpaccio

4 Rote Beete gegart
Salz und Pfeffer
1 EL Balsamico bianco

125 schwarzer Rettich
4 EL Joghurt
1 EL Senf
1 EL Öl
2 EL Balsamico / Traubenbalsamessig
Salz und Pfeffer
Zucker

frische gehackte Kräuter wie Schnittlauch, Petersilie ..
4 EL geröstete Sonnenblumenkerne

Rote Beete fein in Scheiben schneiden, auf Platte anrichten und mit Salz, Pfeffer und Essig würzen.
Rettich schälen und raspeln. Dressing aus Joghurt, Senf, Öl Essig, Salz, Pfeffer und Zucker mischen und unterheben.
Auf die Rote Beete verteilen.
Kräuter und Sonnenblumenkerne darüber streuen.

Film "Power to Change" - die Energierevolution - am 18.3. im Monopol Kino München

SONDERVORSTELLUNG "POWER TO CHANGE" AM FR, 18.3. UM 21 UHR MIT ANSCHL. PUBLIKUMSGESPRÄCH

Deutschland steht zweifellos vor der größten strukturellen Veränderung seit Beginn des Industriezeitalters. Mit POWER TO CHANGE – Die EnergieRebellion wird das Jahrhundertprojekt Energiewende filmisch erlebbar.
Dies ist die Geschichte einer Suche – einer Reise auf der Fragen aufgeworfen und Antworten gefunden werden.

Der Film wird die Auseinandersetzung um eine Energiewende darstellen, die von unten erfolgt – dezentral und regional. Er greift die persönlichen Geschichten von Menschen auf, die die Erhaltung ihrer natürlichen Lebensgrundlage selbst in die Hand nehmen und verwebt dabei Personen und Schauplätze zu einem authentischen Zeitdokument.

Im Anschluss an die Vorstellung wird der Unternehmer und Protagonist Amir Roughani den Film vorstellen und für Diskussionen bereitstehen.

Der Link zum Film

Der Link zur Veranstaltung

Freitag, 26. Februar 2016

Film "The true cost" - Der Preis der Mode - am 9.3. um 20°°, Kino Gröbenlichtspiele

Ein Pullover oder eine Hose für weniger als 10 Euro, ein Hemd für 5 – oft geht man in Kleidungsgeschäfte und ist begeistert, wie billig die neueste Mode bei uns zu haben ist. Doch wie kann es sein, dass Kleidung bei uns so wenig kostet? THE TRUE COST – Der Preis der Mode macht sich auf die Suche und verfolgt eindrucksvoll den Weg, den die Kleidung macht, bevor sie zu uns ins Geschäft kommt. Die bedrückende Antwort auf die Frage ist: Es darf nicht sein!

Es gibt kaum einen Markt, bei dem Schein und Realität so weit auseinander liegen wie bei der Bekleidungsindustrie. Auf der einen Seite gibt es Modeschauen mit Starmodels und rotem Teppich, auf der anderen Seite wird die Kleidung zumeist unter sklavenähnlichen Bedingungen in sogenannten Dritteweltländern produziert. Die Ausbeutungskette, die hinter jedem einzelnen Kleidungsstück steckt, wird unsichtbar hinter der Glamourwelt der Modeindustrie.

THE TRUE COST – Der Preis der Mode zeigt diese Kette auf: Wo wird die Kleidung hergestellt, welche Arbeitsbedingungen herrschen dort, was passiert in den Ländern, in denen riesige Wassermengen für die Baumwolle benötigt wird, während die Menschen verdursten? Die Ausbeutung von Mensch und Natur, die hinter den Preisen steckt, ist erschreckend. Ebenso erschreckend ist die Verdrängung dieser Tatsache in der westlichen Welt. Wer würde schon eine Hose kaufen, wenn er wüsste, dass dafür ein Kind verdursten musste oder die Näherin der Hose in den Trümmern einer eingestürzten Fabrik gestorben ist? THE TRUE COST – Der Preis der Mode zeigt die erschütternde Wahrheit: Die Kosten für unsere Kleidung müssen andere bezahlen.

THE TRUE COST – DER PREIS DER MODE
USA 2015, 92 min – Farbe – deutschVO/OmU – FSK: ab 6

Hier der Link zum offiziellen Trailer auf Deutsch
http://grandfilm.de/the-true-cost/

Dienstag, 19. Januar 2016

Steckrübensalat mit frischen Datteln

Als Alternative zu Steckrübe kann auch Kohlrabi verwendet werden.

ca. 250 g Steckrüben (weiß mit rosa)
ca. 8 frische Datteln
Saft einer halben Zitrone
Sauerrahm
Sahne
frischer Pfeffer

Die Steckrüben grob raspeln. Die Datteln entkernen und klein schneiden.
Mit dem Zitronensaft vermischen und nach Geschmack Sauerrahm, Sahne und Pfeffer beigeben.

Dienstag, 8. Dezember 2015

Ausstellung "Wertvoller Leben" im Landratsamt Fürstenfeldbruck

Das Landratsamt Fürstenfeldbruck lädt ein zum Besuch der Ausstellung „Wertvoller Leben“ auf der Galerie des Landratsamtes.

Die Ausstellung gibt Ihnen die Gelegenheit über die eigenen Werte, Wünsche und Sehnsüchte nachzudenken. Den Besuchern stellt sich die Frage, was sie als wertvoll in ihrem Leben empfinden:
Wie gehe ich mit Geld um? Was ist mir die Natur wert? Was bedeuten Familie und Freunde für mich?
Die Ausstellung soll in vielen Facetten anschaulich und erfahrbar machen, dass der Anspruch der Nachhaltigkeit nicht mit den Bedürfnissen der Menschen nach Wohlstand und glücklichem Leben kollidieren muss.

Die Ausstellung „Wervoller Leben“ des Umweltministerium ist in sechs Module gegliedert. Es geht um das persönliche Glück, um die Konsequenzen unseres Handelns in der einen Welt, um die Schätze der Lebendigen Erde und unseres Landkreises, um den persönlichen Warenkorb und die Thematik des (Weihnachts)Konsums sowie die Einmaligkeit des blauen Planeten.

Am Ende des Ausstellungsbesuchs können die Besucher Bohnen mitnehmen und sie in die rechte Hosentasche stecken. Damit werden sie Wächter des Glücks! Immer, wenn sich etwas Angenehmes ereignet, wechselt eine Bohne in die linke Tasche, wo sie das kleine Alltagsglück bis zum Schlafengehen bewahren. Oder man schenkt das Glück weiter, steckt es in die Erde und freut sich in ein paar Wochen über multipliziertes Glück!

Es werden auch zwei Führungen durch die Ausstellung angeboten:
Donnerstag, 10.12., um 15 Uhr und am Mittwoch, 16.12 um 11 Uhr. Die Führungen werden von Frau Anke Simon, Umweltpädagogin, BUND Natutrschutz, durchgeführt und dauern 45 Minuten.

Dienstag, 17. November 2015

Kürbis mit Schwarzkohl als Asia-Gemüse

Schwarzkohl wurde für dieses schnelle Gericht genommen - mit Butterkohl, Grünkohl oder Wirsing schmeckt es auch!
von Anke

für 2 Personen
250g asiatische Nudeln, eingeweicht in kochendem Wasser
ca. 300g Kürbis (Langer Zentner, Hokkaido, Butternut ...) fein gewürfelt (ca. 1cm3)
ca. 200g Kohl - fein geschnitten
1 - 2 frische Chilis (wer es milder mag entfernt die Kerne)
eine-Daumenkuppe-Stück fein geriebener Ingwer
1 Teelöffel China-five-spices Gewürzmischung (oder Koriandersamen, Cumin, Anispfeffer, Kardamom, Zimt - alles gemahlen)
Soyasauce nach Geschmack
Öl zum anbraten
ca. 100ml Wasser

Ingwer, Chili und Gewürze im Öl auf niedriger Hitze 30 Sekunden braten. Kohl und Kürbis dazugeben und bei hoher Hitze ca. 3 Minuten unter ständigem Rühren braten. Soyasauce und Wasser dazugeben, abdecken und bei mittlerer Hitze ca. 5 - 7 Minuten kochen. Gegen Ende der Kochzeit die abgeseihten Nudeln dazugeben - je nach Nudelsorte 1 - 5 Minuten mit kochen.

Variante mit Kokosmilch und Reis
statt Wasser ca. 400ml Kokosmilch zum Gemüse geben und die Nudeln weglassen.
Reis als Beilage servieren.